Vietnam – der Norden

Hoi An
Am Tag nach Inka’s und Juliane’s Abreise ging es für mich mit dem Flieger weiter in Richtung Norden nach Hoi An, einer wunderschönen, kleinen Küstenstadt in Zentralvietnam. Hoi An war einst der größte Hafen Südostasiens und seine Altstadt zählt heute als Weltkulturerbe. Die Altstadt ist tagsüber motorfrei und kann nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Um die Altstadt zu besichtigen, muss man ein Ticket kaufen, welches zugleich als Eintrittsticket zu 5 selbstgewählten Sehenswürdigkeiten gilt. Zur Auswahl stehen mehrere alte Häuser, die man von innen besichtigen kann, ein paar Versammlungshallen, ein Tempel, sowie das Wahrzeichen der Stadt, die japanische Brücke. Die Stadt ist außerdem voller Schneider und somit ein Traum für alle, die günstig maßangefertigte Kleidung kaufen möchten. Mir hat Hoi An besonders durch die entspannte Atmosphäre gefallen. Auch das unglaublich leckerere Essen und die Möglichkeit, die Stadt sowie die umgebenden Felder und den Strand mit dem Fahrrad zu erkunden, haben zum sehr positiven Gesamteindruck beigetragen. Abends ist die Sadt voller Laternen und der Nachtmarkt lädt zum Schlendern und Schlemmen ein. Wenn ich jemals wieder nach Vietnam reise, steht diese romantische Stadt definitiv wieder auf der Liste.

Hanoi
Nach 2 Tagen in Hoi An ging es mit dem Zug weiter nach Hanoi. Die Zugfahrt dauert ganze 18 Stunden und besonders als Vegetarier sollte man sich für diese Zeit mit genügend Essen eindecken, denn an Bord gibt es kein vegetarisches Essen zu kaufen. Eine Zugfaht durch Vietnam ist auf jeden Fall empfehlenswert, denn es geht durch wunderschöne Landschaften und man erspart sich das Gehupe und Gedränge auf den Straßen. Ich hatte mir einen Platz im Schlafwagen reserviert und hatte somit auch ein recht gemütliches Bett und konnte nachts erstaunlich gut schlafen. Am nächsten Tag habe ich mich dann aufgemacht, um ein paar Sehenswürdigkeiten in Hanoi anzuschauen. Insgesamt fand ich Hanoi nicht so interessant wie Saigon,  aber die Altstadt und der Hoan-Kiem-See mitten in der Stadt sind dennoch sehr nett und der Verkehr ist auch etwas entspannter als in Saigon.

Ha Long Bucht
Um die weltberühmte und als Weltkulturerbe zählende Ha Long Bucht mit ihren wunderschönen Karstfelsen zu besichtigen, habe ich mich entschieden, eine 2-tägige Kreuzfahrt zu machen. Aus Gründen der Kostenersparnis war ich bereit, meine Kabine zu teilen und hatte extrem viel Glück mit meiner Zimmernachbarin Emily aus London. Wir haben uns sehr gut verstanden und hatten sehr viel Spaß auf der Fahrt. Die Tour beinhaltete einen Ausflug zu einer Höhle sowie einen Abstecher zu einer der Inseln, von deren Gipfel aus man einen wunderschönen Blick über die Bucht hatte und sich anschließend von der Anstrengung bei einem Bad im Meer wieder erholen konnte. Am nächsten Morgen ging es früh morgens mit dem Kajak in eine Lagune und zu einer Bucht, in der man den Affen beim Klettern auf den Felsen zuschauen konnte. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Kurs in der Zubereitung von Frühlingsrollen und ein leckeres Mittagessen, bevor es zurück nach Hanoi ging. Die Tour war sehr entspannt mit netten Menschen und wir hatten auch genügend Zeit, die Schönheit der Bucht auf dem Deck zu genießen.

Zurück in Hanoi habe ich die Vietnamreise bei einem gemütlichen letzten Abend und leckerem Essen ausklingen lassen. Begleitet wurde ich von der netten Australierin Melly, die ich schon am ersten Abend in Hanoi zufällig auf der Straße bei der Suche nach dem gleichen vegetarischen Restaurant getroffen habe.

Da ich es leider nicht mehr geschafft habe, den Nationalpark bei Sapa zu bereisen, wird es wohl irgendwann ein Wiedersehen mit Vietnam geben.

2 Gedanken zu “Vietnam – der Norden

    1. Auf keinen Fall. Im Süden dachte ich auch noch, dass ich da nicht mehr hin muss, aber der Norden hat mir um einiges besser gefallen. Für Strandurlaube gibt es allerdings bessere Ziele.

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