Philippinen – Bohol und El Nido

Bohol
Da das „Heimweh“ nach den El Nido zu groß war, hatte ich mich entschieden zurück auf die Philippinen zu fliegen. Jedoch wolllte ich mir noch einen anderen Teil des Landes anschauen und habe mir nach Ankunft in Manila erst einmal ein Flugticket nach Cebu gekauft. Tags darauf habe ich eine Fähre zur benachbarten Insel Bohol genommen und bin mit dem Tricycle direkt weiter in den Süden nach Alona Beach auf Panglao Island gefahren. Am ersten Abend habe ich gleich drei nette Leute in meinem Hostel kennengelernt, von denen eine uns beim gemeinsamen Essen am Strand noch eine private Firedance Vorführung gegeben hat. Den nächsten Tag habe ich genutzt, um mir ein bisschen die Gegend anzuschauen und die Ausflüge für die nächsten Tage zu planen. Mit einem Amerikaner aus meinem Hostel war ich am nächsten Tag vor Balicasag Island tauchen. Die beiden Tauchgänge waren sehr schön mit vielen Schildkröten, Anemonen und einem ganzen Feld an Riesenmuscheln. Meinen Schlafsaal habe ich mir unter anderem mit Jacinta aus Papua-Neuguinea geteilt, die die Zeit sehr kurzweilig gemacht hat. Leider war sie schon einige Tage da und hatte die meisten Ausflüge schon gemacht, also musste ich alleine zu den berühmten Chocolate Hills fahren. Da das Wetter unberechenbar in Sachen Regen war, habe ich mich für eine Tour im Minivan angemeldet, bei der alle möglichen Sehenswürdigkeiten angesteuert werden und man selbst entscheiden kann, was man machen will und wann man einfach im Auto wartet. Ich hatte Glück und hatte junge Niederländer mit im Auto, die noch übermüdet und verkatert vom letzten Abend waren und daher wie ich die meisten Aktivitäten auslassen wollten. Der erste Stop war im Tarsier-Wald. Diese posierlichen Tierchen sind wirklich so klein, dass man sie selbst kaum in den Bäumen sieht und deshalb von Angestellten auf die Anwesenheit eines Tieres aufmerksam gemacht wird. Danach ging es zu den Chocolate Hills, von denen ich mir allerdings mehr erhofft hatte. Im Prinzip kann man nur auf eine Aussichtsplattform hinauf laufen und einen Blick über die Hügel werfen. Ich hatte erwartet,  dass man auch in den Hügel spazieren kann, was aber leider nicht möglich war. Auf dem Rückweg haben wir noch im Schmetterlingsgarten halt gemacht,  sowie an einer hängenden Brücke und in einem Wald. Grundsätzlich wäre noch Ziplining und Bootsfahrt mit Lunch möglich gewesen, was wir aber teils aus Kostengründen (von meiner Seite) bzw. aus Restkatergründen ausgelassen haben. Grundsätzlich war die Tour ganz nett, ich hatte mir aber definitv mehr davon versprochen. Den letzten Tag habe ich zusammen mit Jacinta am schönen Dumaluan Strand verbracht, wo wir auch Jocelore,  eine Einheimische, getroffen haben. Zu dritt hatten wir einen lustigen Tag am Strand mit tollem türkisblauen Wasser. Am nächsten Tag hatte ich die Rückfahrt nach Cebu geplant und da Jacinta keine Lust hatte, alleine auf Bohol zu bleiben, hat sie sich mir spontan angeschlossen. Von Cebu aus wollte ich eigentlich einen Tag später direkt weiter nach El Nido fliegen, da aber an diesem Tag kein Flug ging, habe ich leider erst ein Ticket für einen Tag später bekommen (gut, man hätte auch einfach ein paar Tage vorher den Flugplan checken können 😊). Immerhin konnte ich so noch einen Tag mit Jacinta am Dachterrassenpool ihres Hotels verbringen und mich auch gemeinsam mit ihr zum Flughafen aufmachen. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr mit einem Wiedersehen in Papua-Neuguinea klappt.

El Nido
Von meiner Rückkehr hatte ich nur Samy erzählt und somit bin ich voller Vorfreude auf die überraschten Gesichter nach El Nido geflogen. Die kleine Fluggesellschaft Swift Air bietet echt noch Service zu erschwinglichen Preisen. Man wird vom Check-In Schalter zum Gate begleitet, kriegt dort noch ein kleines Mittagessen und beim Einsteigen in den Flieger darf man über einen roten Teppich schreiten. In El Nido angekommen wird man vom Jeepney am Flieger abgeholt und es stehen Getränke und ein kleiner Snack bereit. Um ins Zentrum zu kommen, muss man jedoch wieder mit einem klapprigen Tricycle fahren. Bei meiner Ankunft hatte ich Glück und sowohl Aimee als auch Windel waren im Shop und konnten es nicht fassen, dass ich wieder da war. Auch die Anderen haben sich sehr gefreut. Die folgenden Tage in El Nido habe ich mehr oder weniger im Tauchshop oder auf dem Tauchboot verbracht. Ich wurde sogar einige Male als Tauchguide gebraucht. Ein paar Tage lang hatten wir echt noch Glück mit dem Wetter und konnten schöne, sonnige Stunden auf dem Boot verbringen, auch wenn die See generell etwas rauher war als noch im April. Gegen Ende Juli wurde das Wetter allerdings zusehends schlechter mit kleinen Taifunen und Gewittern und die Bootsausfahrten wurden einige Tage lang von der Küstenwache untersagt. Einen solchen freien Tag habe ich auch genutzt, um mit Windel zum schönen Nacpan Strand zu fahren. Das Wetter ist an solchen Tagen natürlich nicht geeignet zum sonnen oder schwimmen, aber immerhin ist der Strand dann quasi menschenleer. Da mein Visum aber kurz vor Ablauf war und keine Wetterbesserung in Sicht war, bin ich dann Mitte August mit dem Nachtbus nach Puerto Princesa gefahren und von dort über Manila nach Hongkong geflogen.

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