Koh Lanta
Von Hongkong aus ging es also zuerst weiter nach Bangkok und von dort am nächsten Tag in den Süden nach Krabi. Die Stadt selbst gibt nicht extrem viel her, ist aber gut als Ausgangspunkt zu den südlichen Inseln geeignet. Ich bin daher nur einen Tag dort geblieben und habe mir dann einen Platz in einem der Minivans nach Koh Lanta reservieren lassen. Das geht in Thailand alles so schön einfach und unkompliziert, dass ich dem Besitzer meiner Unterkunft morgens Bescheid gesagt habe und 10 Minuten später war der Minivan da. Auf der Fahrt habe ich Bekanntschaft mit Philippe und Claude aus Heidelberg gemacht, die sich mir auch mit der Unterkunft abgeschlossen haben. Ich hatte mich für die gleiche Unterkunft entschieden, in der ich bereits ein Jahr vorher für ein paar Tage geurlaubt hatte. Da ich Koh Lanta schon von vorherigen Besuchen kannte, habe ich die Zeit hauptsächlich zum Entspannen und Sonne tanken genutzt. Mit den beiden Jungs habe ich ein schönen Ausflug mit dem Roller zum Nationalpark mit Wasserfall und kleiner Höhle gemacht bzw. zusammen am Strand entspannt. Ansonsten kann man es sich auf Koh Lanta einfach gut gehen lassen und ein wenig mit dem Roller rumdüsen, denn in der Nebensaison ist dort wirklich tote Hose, auch in Sachen Bootsausflüge und Wassersport. In Anbetracht der Tatsache, dass in der Nebensaison kein Boot von Koh Lanta aus auf die weiter südlich gelegenen Inseln fährt und aufgrund der Anschläge im Süden wenige Tage vor meiner Ankunft, habe ich mich dann entschieden zurück in Richtung Krabi bzw. Ao Nang zu fahren und die anderen Inseln für den nächsten Besuch einzuplanen.
Ao Nang
Ao Nang erreicht man mit dem Minivan von Koh Lanta aus in ca. 2.5 Stunden. Die Stadt ist sehr touristisch mit guter Infrastruktur und daher meiner Meinung nach eher als als Ausgangspunkt für eine Weiterreise auf die Inseln oder für Touren geeignet und weniger für einen erholsamen Strandurlaub. Die beiden Strände in der Stadt mit einer Promenade eignen sich zwar gut für Spaziergänge, aber bei Flut ist das Wasser so hoch, dass der komplette Sand verschwindet. An den Hauptstraßen reihen sich Restaurants und Souvenirläden aneinander und es kann schon sehr nervig sein, ständig angesprochen zu werden, doch im jeweiligen Restaurant zu essen.
Mein Hostel lag sehr zentral und war sehr nett gestaltet. Im Schlafsaal habe ich gleich Bekanntschaft mit Shi Ya aus Singapur gemacht, mit der ich an den folgenden zwei Abenden am Strand spazieren war und das leckere, authentische Straßenessen genossen habe. Am Vorabend meines Geburtstages waren wir noch zum Nachtschwimmen am Strand, was zwar sehr lustig war, aber aufgrund meiner Angst vor den sehr gefährlichen Würfelquallen eher als Planschen und weniger als schwimmen durchging. Um Mitternacht hat Shi Ya mich dann total nett mit einem Geburtstagstörtchen überrascht. Leider musste sie am nächsten Tag schon wieder nach Hause fliegen und für mich ging es in einen privaten Bungalow etwas abseits vom Zentrum, den Nico mir gebucht hatte, damit ich am Geburtstag nicht im Schlafsaal schlafen musste. Da ich ausgerechnet diesen Tag einmal ohne neue Bekannte verbringen musste, habe ich mir einen Roller gemietet und bin zum Tiger Cave Tempel bei Krabi gefahren. Der Tempel selbst ist nicht außergewöhnlich spektakulär, aber seine Lage ist wunderschön. Um den Tempel zu besichtigen muss man 1260 Treppenstufen unterschiedlicher Breite und Höhe hinaufsteigen und das bei tropischen Temperaturen. Man wird aber belohnt mit einer fabelhaften Aussicht über die Karstberge, das Meer und die Stadt. Der Weg hinauf dauert für den durchschnittlich Trainierten etwa 20-30 Minuten, da man immer wieder kurze Verschnaufpausen braucht; manche haben auch aufgegeben und sind den Rückweg angetreten. Zur Erholung nach dem Aufstieg bin ich zum Khlong Mung Strand außerhalb von Ao Nang gefahren, wo das geplante Geburtstagsbad aufgrund von Regen leider ausfallen musste. Den Rest des Tages habe ich mit thailändischer Küche und einem kurzen Sprung in den Pool verbracht, bevor ich mich am Abend bei einer Massage in einem schönen Spa entspannt habe. Somit gab es keine wirkliche Geburtstagsfeier, aber ich hatte trotzdem fern von Zuhause einen schönen Geburtstag.
Bangkok
Am nächsten Tag ging es mit dem Flieger zurück zum 6. und letzten Bangkok-Besuch der Reise. Da ich 2014 und 2015 jeweils an den sehr strengen Kleidungsvorschriften gescheitert war (Schal zur Abdeckung der Schulter war nicht ausreichend), habe ich einen weiteren Versuch gestartet, den Königspalast zu besichtigen. Der Palast sowie der angeschlossene Tempel sind wirklich schön und imposant, allerdings waren die unzähligen, teils sehr rücksichtslosen Touristen eine echte Bewährungsprobe für meine Nerven.
Da klar war, dass es der vorerst letzte Besuch in Bangkok war, wollte ich nochmal zum finalen Einkauf zum MBK Center und zum Pratunam Market fahren. Aus Zeitmangel (am frühen Abend musste ich zum Flughafen fahren) habe ich den Weg zwischen den beiden Märkten mit dem Motorradtaxi zurückgelegt. Zu Beginn meiner Reise noch völlig undenkbar für mich, fährt der Fahrer einen dabei ohne Helm im Slalom zwischen den Autos durch Bangkoks volle Straßen. Obwohl es vermutlich nicht sehr sinnvoll ist, dies zu tun, gehört es zur wahren Asienerfahrung doch irgendwie dazu und die vielen Rollerfahrten und der Verkehr in Vietnam härten eindeutig ab.
Am Abend ging es für mich dann nach einigem Stress wegen ausgebuchten Flügen nach Dubai, was ein riesiges Glück war, denn andere Standby-Reisende standen schon den 2. Tag erfolglos für die „Rennstrecke“ an.
Ich war zwar froh, es nach Dubai geschafft zu haben, aber mit dem Wissen nicht so schnell zurückzukommen habe ich Thailand und Bangkok schon bei Abflug vermisst.