Von Mauritius aus ging es zunächst nach Johannesburg. Am nächsten Tag sind wir jedoch gleich mit einem Mietauto weiter in Richtung Swasiland gefahren. Die ca. 3.5-stündige Fahrt durch Südafrika war eher eintönig, denn in der Umgebung der Autobahn gibt es nicht wirklich viel zu sehen und generell war alles sehr trocken. Kurz vor Swasiland wurde die Landschaft dann allerdings etwas bergiger und interessanter. Da Afrika nicht zu den günstigsten Reisezielen zählt und ich zu diesem Zeitpunkt bereits 6 Monate auf Reise war, hatten wir geplant so oft wie möglich im Zelt zu übernachten, um Geld zu sparen. In Swasiland war dies einfach umzusetzen und so haben wir die beiden Nächte in Swasiland im Zelt übernachtet. Erste Station war das Malolotja Naturreservat kurz hinter der Grenze. Der dortige Campingplatz war sehr schön und ruhig gelegen. Außer uns war nur ein anderer Campingwagen da und so haben wir ein schönes Fleckchen für unser Zelt mit Aussicht auf die Berge gefunden. Am nächsten Tag haben wir eine ca. 11 km lange Wanderung durch den Nationalpark gemacht. Durch die pralle Sonne und den fehlenden Schatten war die Tour recht anstrengend, zumal es auf dem Rückweg fast nur bergauf ging; belohnt wurde man jedoch mit traumhaften Aussichten und einer schattigen Pause an einem Flusslauf. Nachmittags ging es weiter durch die Hauptstadt Mbabane in Richtung Süden ins Mlilwane Wildlife Sanctuary. Der dortige Campingplatz war längst nicht so idyllisch gelegen und vor allem nicht so ruhig wie der erste, aber dafür konnte man abends die Warzenschweine beobachten, die sich am Feuer versammelt hatten und es gab generell mehr Tiere in diesem Park. Um die Tiere noch etwas näher zu beobachten, hatten wir uns für den nächsten Morgen für einen Safari-Ausritt angemeldet. Tags zuvor hatten wir noch über die Probleme der monatelangen Dürre gelesen und dann fiel ausgerechnet der erste Regen seit Monaten mit unserem Ausritt zusammen. Auch wenn der Regen wichtig für die Natur ist, fragt man sich dennoch, warum dafür nicht noch einen Tag später (oder wenigstens 2 Stunden später) Zeit gewesen wäre ☺. Trotz des Regens hatten wir einen schönen Ausritt vorbei an Krokodilen, diversen Vögeln, Warzenschweinen und Antilopen. Wir hatten sogar das Glück, einige Zebras zu entdecken, an die man dank der Pferde sehr nah heran reiten konnte.
Auch wenn es in den beiden Parks keine Tiere der „Big 5“ gab, hat das Land definitiv seinen Reiz und vor allem die Freundlichkeit der Menschen ist uns positiv aufgefallen. Swasiland ist auf jeden Fall einen längeren Besuch wert, aber da wir bereits für den nächsten Tag den Weiterflug an die Victoriafälle geplant hatten, ging es für uns nach 2 Nächten zurück nach Johannesburg.