Südafrika – Kapstadt

Leider bin ich die letzten Wochen auch zuhause nicht wirklich zum Weiterschreiben gekommen, aber heute gibt es nun endlich den Bericht über Südafrika.

Um Geld zu sparen sind wir von Bulawayo in Simbabwe aus mit den Nachtbus nach Johannesburg gefahren. Die Fahrt sollte eigentlich 14 Stunden dauern inklusive kurioser Wartezeiten an den Grenzen; aufgrund einer Buspanne auf der Autobahn kurz vor Pretoria waren wir jedoch insgesamt 17 Stunden unterwegs. Als Ausgleich für das lange Sitzen im Bus haben wir dann am Nachtmittag einen Wanderausflug in den Suikerbosrand Nationalpark bei Heidelberg gemacht, aber leider außer Affen, ein paar Echsen und einer Schlange nicht wirklich viele Tiere gesehen. Tags darauf kam endlich mein Papa aus Deutschland an und wir sind noch einmal zum Beine vertreten in den Nationalpark gefahren.
Der folgende Tag war komplett mit Wartezeit auf einen Sitzplatz in einem der Flieger nach Kapstadt ausgefüllt, was nach einigen Enttäuschungen dann doch endlich geklappt hat. In Kapstadt haben wir in einer tollen Lodge etwas außerhalb von Kapstadt, aber nicht weit vom  Sunset Beach entfernt übernachtet. Die 4 Tage vor Ort haben wir dazu genutzt, uns ein wenig die Stadt anzuschauen. So haben wir am ersten Tag eine Tour mit den roten Hop-on-Hop-off Bussen gemacht und dabei den wunderschönen botanischen Garten, Hout Bay, Camps Bay und die Waterfront besichtigt.
Am zweiten Tag haben wir uns bei einer Tour durch ein Township das andere Gesicht von Kapstadt angeschaut. Mit unserem einheimischen Führer, der selbst aus diesem Township kommt, haben wir eine Wanderung durch Langa, das älteste Township Kapstadts, gemacht. Mit dem Auto sind wir auch noch durch das Township Khayelitsha gefahren, welches mit 30km Durchmesser wirklich unglaubliche Ausmaße hat. Der Vormittag im Township war sehr interessant und lehrreich. Zum Einen war es erschreckend unter welch beengten Verhältnissen die Menschen teilweise leben; zum Anderen haben wir aber auch gelernt, dass selbst Bewohner, die es zu etwas Geld gebracht haben, trotzdem im Township bleiben wollen. So sind wir bei der Wanderung durch sehr ärmliche und dreckige Ecken gelaufen, aber auch durch Straßen, in denen dicke Autos vor der Tür standen. Und das unter Umständen nur eine Straßenecke voneinander entfernt.
Am dritten Tag haben wir eine geführte Tour zum Kap der guten Hoffnung gemacht. Bevor es zum Kap ging haben wir dabei noch einen Abstecher nach Muizenberg, dem berühmten Strand mit den bunten Strandhäuschen sowie zu einem Hafen mit vielen Robben und zum Boulders Beach mit seiner Pinguin-Kolonie gemacht. Dank bestem Wetter hatten wir einen tollen Tag am Kap mit wunderschönen Aussichten und einer Rückfahrt im Sonnenuntergang über den traumhaft gelegenen Chapmans Peak Drive.
Die für den nächsten Tag geplante Besteigung des Tafelberges musste aufgrund schlechten Wetters (Wind, Nebel, Regen) leider abgesagt werden. Stattdessen sind wir immerhin bis zur Nebelgrenze auf den Signal Hill gestiegen, um von dort wenigstens ansatzweise eine ähnliche Aussicht wie auf dem Tafelberg zu genießen.
Nach 4 Tagen hieß es dann leider schon wieder Abschied nehmen von Kapstadt und meinem Papa, aber das nächste Abenteuer wartete schon auf uns: Kenia.

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